Der Name der Stiftung wurde in Anlehnung an die legendäre Quelle gewählt, die aus einem Fels entsprang, den das geflügelte Pferd Pegasus mit seinerm Hufschlag berührt hatte. Die Hippokrene wurde in der Folge zum Lieblingsort von Dichtern und Musen…

Die von Jean und Mona Guyot gegründete Hippocrène-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich dafür einsetzt, dass junge Europäer aktiv an der Bildung einer europäischen Staatsbürgerschaft mitwirken.

Sie unterstützt konkrete kulturelle, pädagogische, soziale und humanitäre Projekte von oder für junge Europäer in allen Bereichen, die den Dialog und den Austausch im Dienste einer gemeinsamen europäischen Staatsbürgerschaft fördern. Auf diese Weise bietet die Stiftung jungen Menschen die Möglichkeit, Ihre Projekte für Europa zur Durchführung zu bringen.

Seit dem Jahr 2006 stehen die Vorsitzende Michèle Guyot-Roze, sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Nicole Merville und  Alexis Merville für die Mission der Stiftung und die Philosophie ihrer Gründer ein.

Um sich über unsere Auswahlkriterien zu informieren und einen Subventionsantrag bei der Hippocrène-Stiftung einzureichen, begeben Sie sich in die Rubrik PROJEKTFINANZIERUNG.

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Ein lebendiger Ort der Begegnung

Seit dem Jahr 2001 befindet sich der Sitz der STiftung im Büro des Architekten Mallet Stevens, des Begründers des ‘Verbands moderner Künstler’. Dieses Gebäude ist selbst ein Beispiel “moderner Architektur”, ein Ort der sich besonders für die Begegnung unterschiedlicher Ausdrucksformen der Kunst eignet.
Die Stiftung bringt diesen Ort zum Leben, indem sie dort jedes Jahr die Ausstellungen ‘Propos d’Europe’ sowie ein jährliches Konzert klassischer Musik veranstaltet und als Ort der Begegnung zwischen Künstlern, Schriftstellern, Forschern und Projektträgern dient, denen allen der Wunsch gemeinsam ist, die eigenen Landesgrenzen zu überwinden.
Im Jahr 2000 konnte die Stiftung Hippocrène das ehemalige Büro Robert Mallet-Stevens’ (1886-1945) in der Nummer 12 der gleichnamigen Straße erwerben, das Büro dieses für die Architektur zwischen den beiden Weltkriegen so beispielhaften Mannes.
Dieser prestige- und geschichtsträchtige Ort wurde zum Sitz der Stiftung und zu ihrem Ausstellungsraum.
Die als Meisterwerk Rob Mallet-Stevens’ geltenden fünf vornehmen Privathäuser in der rue Mallet-Stevens wurden zwischen 1926 und 1927 erbaut. Der erworbene Komplex umfasst Haus und Atelier von Mallet-Stevens selbst in der Nummer 12 der Straße, Haus und Atelier der Bildhauer Joël und Jan Martel in der Nummer 10 sowie die Privathäuser der Pianistin Reifenberg in der Nummer 8, Daniel Dreyfus’ in der Nummer 7 und Madame Allatinis in den Nummern 3 und 5. Die Treppenhäuser werden durch von Louis Barillet entworfene Buntglasfenster erhellt, die Kunstschmiedetüren stammen von Jean Prouvé. Der Komplex wurde 1975 im Zuge einer landesweiten Kampagne zur Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts unter Denkmalschutz gestellt.

“„Nous unissons des hommes“ (wir bringen die Menschen zusammen), pflegte Jean Monnet zu sagen.
Es ist klar, dass gerade die Begegnungen zwischen Menschen und Institutionen in den meisten Fällen Auslöser für kreatives Schaffen oder Fortschritte sind.

En 1952, 1952 wurde Jean Monnet Präsident der Hohen Behörde der EGKS in Luxemburg. Dies war der Beginn eines Abenteuers, denn die EGKS war der Ursprung der Europäischen Union. Es ist schon beeindruckend zu sehen, welche Aktualität die Ideen, die zur Gründung der EGKS führten, noch heute besitzen. Jeder gutwillige Mensch wird zugestehen, dass damals ein völlig neuer Grundstein für die internationalen Beziehungen gelegt wurde und diese Innovation mehr Effizienz zur Folge hatte. Zweifellos ist es auch dieser Entwicklung zu verdanken, dass Europa ein halbes Jahrhundert des Friedens erleben durfte, trotz all der Turbulenzen in seiner nahen Umgebun, ja manchmal direkt an seinen Grenzen. Denkt man an die Vergangenheit, so kann man sicher sein, dass in bestimmten Spannungssituationen (zum Beispiel in den Beziehungen zu den kommunistischen Ländern oder den Wirren auf dem Balkan) zuweilen ein Funke genügt hätte, um einen Konflikt auszulösen. Die Existenz der Europäischen Gemeinschaft führte dazu, dass kein europäischer Machthaber zu irgendeinem Zeitpunkt auf eine solche Idee kam.
Der institutionelle Rahmen war zwangsläufig begrenzt, und wichtige Felder blieben bei dieser ersten „Bauphase“ unberücksichtigt: der kulturelle Bereich, die Beziehungen zwischen jungen Europäern, die Lage benachteiligter Bevölkerungsgruppen oder die Wahrung des gemeinsamen Erbes.
Dies veranlasste die Gründer der Hippocrène-Stiftung, die ihnen offenstehenden Möglichkeiten zu nutzen, um – im Rahmen natürlicherweise begrenzter Mittel – jede Art von Projekten zu erleichtern, die junge Europäer betreffen oder von ihnen mit dem Ziel entwickelt wurden, „die Flamme am Leben zu halten“, indem der Geist der „Gründerväter“ weitergegeben wird.

Der Verwaltungsrat: Schnell und unbürokratisch handeln

 

Die 1992 von Jean und Mona Guyot gegründete Hippocrène-Stiftung ist eine Privat- und Familienstiftung, die seit 2006 von Michèle Guyot-Roze, der Tochter der Stiftungsgründer, geführt wird. Ihr Anliegen ist es, die von Ihren Eltern eingeführte Philosophie und die einfache und effiziente Arbeitsweise der Stiftung fortzuführen.

Die Vorsitzende der Stiftung, die stellvertretende Vorsitzende, der Schatzmeister und einige Mitglieder des Verwaltungsrates sind Familienmitglieder und arbeiten ehrenamtlich. Dorothée Merville (Direktorin), Lucile Niel (Koordinatorin kultureller Projekte) und Alexandre Roze (Direktionsassistent) bilden das ständige Team der Stiftung. Allen liegt es am Herzen, ihren Beitrag zum Erfolg der Stiftung zu leisten und ihrem Auftrag gerecht zu werden.
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EHRENVORSITZENDER UND GRÜNDER

† Jean Guyot

Jean Guyot, der Gründungsvorsitzender der Hippocrène-Stiftung ist am 9. September 2006 im Alter von 85 Jahren in Paris verstorben. Seine Laufbahn und seine Taten waren von einem tiefen und dauerhaften Engagement für Europa geprägt.

EHRENGRÜNDERIN

† Simone Guyot

Simone Guyot wirkte an der Seite ihres Ehemanns Jean Guyot an der Gründung der Hippocrène-Stiftung mit. Sie verstarb am 11. November 2008 im Alter von 87 Jahren.

MITGLIED DES VORSTANDS — VORSITZENDE DER HIPPOCRÈNE-STIFTUNG

Michèle Guyot-Roze

Tochter von Jean und Mona Guyot
Michèle Guyot-Roze hat einen Masterabschluss für Physik und Elektronik und absolvierte ihre gesamte Karriere im staatlichen französischen Elektrizitätsunternehmen EDF. Sie trug aktiv zur datentechnischen Revolution in den großen französischen Unternehmen bei. Zwischen 1998 und 2006 spielte sie eine wichtige Rolle bei der Planung und Umsetzung des IT-Systems des Elektrizitätstransportunternehmens RTE und übernahm danach als Direktorin die gleichen Aufgaben für das Verteilernetzwerk ERD. Diese Systeme waren unerlässlich, um den von den Mitgliedern der EU gestellten Marktöffnungsanforderungen Folge leisten zu können.
Seit 2001 ist sie Mitglied des Verwaltungsrates der Hippocrène-Stiftung. Im Jahr 2006 folgte sie ihrem Vater Jean Guyot an den Vorsitz der Hippocrène-Stiftung. Seit Juni 2009 ist sie Mitglied des Verwaltungsrates der Maison de l'Europe in Paris sowie der Freundes des staatlichen Museums moderner Kunst und vertritt die Familienstiftungen innerhalb des Verwaltungsrates des Dachverbands der französischen Stiftungen (Centre français des fonds et fondations). Michèle Guyot-Roze ist Ritter des französischen nationalen Verdienstordens und Ritter der Ehrenlegion.

MITGLIED DES VORSTANDS — STELLVERTRETENDE VORSITZENDE

Nicole Merville

Tochter von Jean und Mona Guyot.
Nicole Merville ist seit der Gründung der Hippocrène-Stiftung im Jahr 1993 durch Jean Guyot Mitglied des Verwaltungsrates der Stiftung und bekleidet seit 2006 das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden. Im Jahr 1982 übernimmt die Musikerin und Künstlerin ein Ordinariat im staatlichen Konservatorium von Raincy. Heute ist sie pensioniert. Im Jahr 1987 wird sie zur Solistin des Orchesters von Köln ernannt, das sie als stellvertretende Sekretärin bis zum Jahr 2007 ehrenamtlich leiten soll. Sie wirkte bei zahlreichen Kammermusikkonzerten in unterschiedlichen Formationen, darunter insbesondere dem Ensemble Europa Musica mit und übernahm zahlreiche Stellvertretungen in unterschiedlichen Orchestern wie dem Orchestre National de France, der Opéra de Paris oder ONDIF.

MITGLIED DES VORSTANDS — STELLVERTRETENDER VORSITZENDER

Alexis Merville

Enkel von Jean und Mona Guyot.
Alexis Merville ist seit 2006 Schatzmeister und Mitglied des Stiftungsvorstands; seit Dezember 2010 bekleidet er überdies das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Nachdem er zunächst in der Abteilung Mergers & Aquisitions von Shroders und anschließend 3 Jahre bei Citigroup tätig war, kommt er im Jahr 2002 zu Lazard Frères Gestion und übernimmt in der Folge die Leitung der Abteilung Obligationsmanagement. Im Jahr 2010 gründet er das Asset-Management-Unternehmen Rivage, dessen Geschäftsbereiche Obligationsmanagement und diversifiziertes Management heute bei Rivage Gestion fortgeführt werden, dessen Vorsitzender er ist. Er verfügt über ein Diplom des Pariser Instituts für politische Wissenschaften und einen Abschluss für Finanzmärkte, Rohstoffmärkte und Risikomanagement der Universität Paris IX Dauphine. Seine Masterarbeit behandelte die Geschichte der internationalen Beziehungen im Zusammenhang mit den Beiträgen der französischen Bankiers zum Aufbau des finanziellen Europas.

MITGLIED DES VORSTANDS — SCHATZMEISTER und SEKRETÄR

Paul Jaeger

Paul Jaeger ist Sekretär der Stiftung seit ihrer Gründung; seit 2009 ist er zudem Vizepräsident und wurde im Dezember 2010 zu ihrem Schatzmeister ernannt. Er ist Partner der Kanzlei Russell Reynolds und einer der Gründer der Groupe des Belles Feuilles; zwischen 1992 und 1998 übernimmt er in der Folge von Paul Delouvrier den Vorsitz des Vereins Jean Monnet. Daneben leitete er das in Paris von der europäischen Kommission und der französischen Regierung gegründete Informationszentrum „Sources d'Europe“. Er spielte eine aktive Rolle bei der Gründung des französischen Stiftungsdachverbands (Centre français des fondations). Außerdem ist er auch Mitglied des Verwaltungsrates des Instituts Delouvrier. Im Jahr 2009 veröffentlichte er gemeinsam mit Christophe Clarenc „L'espérance européenne de Jean Guyot“.

MITGLIED DES VERWALTUNGSRATES

Marc Walbaum

Enkel von Jean und Mona Guyot.
Mitglied des Verwaltungsrates der Hippocrène-Stiftung seit 2008. Marc ist derzeit in der Abteilung Corporate Finance der BNP Paribas Gruppe in Paris tätig. Er absolvierte einen Teil seiner Karriere in London und in Madrid.

MITGLIED DES VERWALTUNGSRATES

Emmanuel Flamand-Roze

Emmanuel ist Enkel von Jean et Mona Guyot und seit 2012 Mitglied des Verwaltungsrates der Stiftung. Er ist Professor für Neurologie an der Universität Paris VI - Pierre et Marie Curie. Er praktiziert in der Abteilung für Neurologie des Krankenhauses Pitié-Salpêtrière und ist auf Erkrankungen des Bewegungsapparates spezialisiert. Daneben ist er Doktor für Wissenschaften und Forschungsleiter am Institut für Gehirn- und Knochenmarksforschung im Krankenhaus Pitié-Salpêtrière. Sein Engagement für Europa kommt ganz konkret in seiner Mitwirkung an unterschiedlichen europäischen Forschungsprojekten sowie in der Aufnahme europäischer Studenten in seiner Klinikabteilung und seinem Forschungsteam zum Tragen.

MITGLIED DES VERWALTUNGSRATES

Matthieu Delouvrier

Mitglied des Verwaltungsrates der Stiftung seit 2004. Er verfügt über eine internationale Erfahrung auf allen Kontinenten in den Bereichen der Regierungsberatung, der Unternehmensfinanzierung, der Handelsentwicklung und der Webtechnologien. Er startete seine Tätigkeit insbesondere bei Lazard in der internationalen Abteilung, wo er 13 Jahre lang beschäftigt war und Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit Jean Guyot hatte. Heute ist der Geschäftsführender Direktor und Gründer von Swensee, eines auf Afrika spezialisierten Consulting- und Investment-Unternehmens. Daneben ist er stellvertretender Vorsitzender des Instituts Paul Delouvrier, dessen Aufgabe es ist, die Modernisierung der öffentlichen Aktion in Frankreich zu fördern. In diesem Zusammenhang trägt er zu den Arbeiten mehrerer offizieller, auf Staatsreformen spezialisierter Instanzen bei.

MITGLIED DES VERWALTUNGSRATES

Martine Méheut

Seit 2008 Mitglied des Verwaltungsrates der Hippocrène-Stiftung.
Martine Méheut ist ein ehemaliges Mitglied des Collège d’Europe, Professorin und Doktor für Philosophie; sie unterrichtete in den Vorbereitungsklassen für die französischen Elitehochschulen. Sie ist Vizepräsidentin der Europäischen Bewegung Frankreich, Vorsitzende von Citoyennes pour l’Europe sowie Mitglied des Orientierungsrates des CHEE der französischen Elitehochschule für Verwaltungswesen ENA.

MITGLIED DES VERWALTUNGSRATES

Pierre Denis

Mitglied des Verwaltungsrates der Stiftung seit 2007. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit beim Crédit Commercial de France kam Pierre Denis zu Lazard, wo er einen Großteil seiner beruflichen Laufbahn absolvierte; dort war er insbesondere in der Abteilung für internationale Finanzierungen und anschließend als Beauftragter für die Finanzberatung von Regierungen tätig. Diese Beratungstätigkeiten haben sich sowohl in Afrika als auch in Nordafrika, in Lateinamerika und Asien sowie in den Schwellenländern Osteuropas entwickelt. Diese Aktivitäten gingen mit sehr regelmäßigen Kontakten mit allen großen internationalen Institutionen und dabei insbesondere mit den Institutionen der Europäischen Union einher. Pierre Denis arbeitete viel mit Jean Guyot zusammen.